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WordPress – Die besten Banner Plugins im Vergleich

Im Plugin-Verzeichnis von WordPress tummeln sich unzählige Plugins für die Integration von Werbebannern. Viele davon besitzen allerdings nur einen geringen Funktionsumfang, sind veraltet oder werden nicht mehr weiterentwickelt. Erfahren Sie in diesem Artikel, welche Plugins zurzeit am beliebtesten und am besten zur Anzeige von Werbebannern geeignet sind.

Für Betreiber von WordPress-Webseiten, die ihre Seite durch Werbung monetarisieren, dürfte das Plugin für die Integration von Bannern eines der wichtigsten Erweiterungen überhaupt sein. Dementsprechend sind die Anforderungen an ein solches Plugin in der Regel sehr hoch. So auch in meinem konkreten Fall, als ich mich auf die Suche nach einer passenden Erweiterung zur Organisation der Bannerwerbung auf dieser Webseite begeben habe. 

Anforderungen an das Banner Plugin

Folgende Punkte standen hierbei auf der Anforderungsliste:

  1. Verwaltung von einzelnen Werbeanzeigen inklusive Statistiken (Klick-Statistik, etc.)
  2. Anzeige von Gruppen (mehrere Werbeanzeigen abwechselnd an derselben Position)
  3. Zeitabhängige Schaltung von Anzeigen
  4. Priorisierung einzelner Banner
  5. Werbeanzeigen nur in bestimmten Artikeln / Kategorien anzeigen
  6. Aktualität des Plugins inklusive schnellem Support und regelmäßigen Updates
  7. Aufwand zur Implementierung
  8. Kosten

Letztlich blieben – nach Anwendung des obigen Anforderungskatalogs – nur noch genau zwei Plugins in der engeren Auswahl. Hierbei handelt es sich um

Das Plugin AdRotate steht hierbei in zwei verschiedenen Versionen zur Verfügung: Einer kostenlosen Variante mit abgespecktem Funktionsumfang und einer kostenpflichtigen Pro-Variante. 

Allgemeiner Funktionsumfang der Plugins

Obwohl es sich um verschiedene WordPress-Erweiterungen von verschiedenen Programmierern handelt, wird bei den Plugins im Grunde die gleiche Logik zur Implementierung der Bannerwerbung verwendet:

Banner / Ad

Die kleinste Einheit beim Anlegen von Bannern bildet in allen Plugins die Werbeanzeige (Banner / Ad). Hierbei handelt es sich beispielsweise um ein konkretes Banner der Firma XY im Format 300 x 250 Pixel.

Group / Place

Diese einzelnen Werbeanzeigen können anschließend in Groups (AdRotate) bzw. Places (Simple Ads Manager) organisiert werden. Das heißt, in diesen Objekten können mehrere Werbeanzeigen zusammengefasst werden und – je nach Priorität – abwechselnd an einer konkreten Position auf der Webseite angezeigt werden.

Das Plugin Simple Ads Manager bietet darüber hinaus noch die Möglichkeit sogenannte Banner Zonen zu erstellen. In diesen kann noch einmal separat festgelegt werden, welches Places auf welchen Seiten-Typen (z.B. Startseite, Artikelseite, Archivseite, Suchseite, Fehlerseite, etc.) angezeigt werden.

Blocks

Das letzte Element, welches ebenfalls in beiden Plugins zur Verfügung steht, ist der Block. Verwendung findet dieser vor allem in Blogs, welche typischerweise mehrere 125 x 125 Pixel große Werbeanzeigen in der Sidebar anzeigen. Mithilfe von Blocks können diese speziellen Banner beispielsweise in zwei Zeilen und zwei Spalten (2 x 2) angezeigt und organisiert werden. 

AdRotate / AdRotate Pro vs. Simple Ads Manager

Da die Anforderungen bereits zu Beginn der Plugin-Auswahl sehr konkret waren, kann nun im Detail ein Vergleich der zwei Plugins anhand der gewünschten Funktionen vorgenommen werden.

 AdRotateAdRotate ProSimple Ads Manager
Werbeanzeigen inklusive StatistikenXX
Anzeige von GruppenXXX
Zeitabhängige Schaltung X
Priorisierung von Werbeanzeigen XX
Werbeanzeigen nur in bestimmten Artikeln / KategorienXXX
Support / UpdatesXX
Aufwand zur ImplementierungGeringGeringGering
Kostenkostenlos29 €kostenlos

¹ + ³: Das letzte Update des Simple Ads Manager Plugins fand zwar erst Anfang Juli 2013 statt, allerdings ist der Support im Forum eher schlecht, wenn man tatsächlich einmal Hilfe benötigt. Zudem wurden in den letzten Monaten nur wenige Fehler behoben, weshalb das Klick-Tracking (Klick-Statistik zu den einzelnen Werbeanzeigen) zurzeit immer noch nicht richtig funktioniert. 

²: Eine zeitabhängige Schaltung von Werbeanzeigen ist zwar möglich, allerdings nur über einen gewissen Zeitraum (Tage) hinweg. Eine explizite Einschränkung der Anzeigen auf eine Uhrzeit, beispielsweise von 23:00 Uhr – 04:00 Uhr, ist hingegen nicht konfigurierbar.

Über diesen Anforderungskatalog hinaus, bieten die beiden Plugins natürlich noch jede Menge weiterer Funktionen, wobei hier vor allem AdRotate Pro seine Trümpfe ausspielen kann: So können in AdRotate Pro Werbende über eine neue Benutzerrolle in WordPress Zugriff auf Ihre Anzeigen erhalten und diese gegebenenfalls selbstständig anpassen. Ist dies geschehen, landen die Anzeigen in einer Warteschlange und müssen anschließend vom Webseitenbetreiber noch freigegeben werden.

Fazit

Den vollständigen Anforderungskatalog konnte leider keines der beiden Plugins erfüllen. Allerdings lassen sich die fehlenden Funktionen mittels anderer Plugins oder manuellem Programmieraufwand noch nachrüsten, sofern diese für die Schaltung der Bannerwerbung wirklich relevant sind. Generell kann die Empfehlung ausgesprochen werden, dass Webseitenbetreiber die Ihre Werbung sehr spezifisch (beispielsweise nur in bestimmten Kategorien oder Artikeln) schalten möchten, zurzeit mit dem Plugin Simple Ads Manager sehr gut bedient sind. Wer hingegen auf einen schnellen Support – und der Support war in unserem Test extrem schnell – setzen möchte, dem sei das kostenpflichtige AdRotate Pro ans Herz gelegt.

Update: Auch mit AdRotate besteht die Möglichkeit eine Gruppe von Bannern nur in Artikeln anzuzeigen, die einer speziellen Kategorie zugeordnet sind. Die Funktion nennt sich etwas irreführend „Include ads in categories?“. Somit deckt AdRotate in der kostenpflichtigen Version alle aufgezeigten Anforderung ab.

Getestet mit: AdRotate 3.8.6.2 und Simple Ads Manager 1.7.60

Veröffentlicht von Josef Seidl

Josef Seidl hat an der TU München und der Stanford University Wirtschaftsinformatik studiert, bevor er mit INNOSPOT sein eigenes Unternehmen gründete. Er ist begeistert von Technik, schätzt performante Webseiten und ist gerne in den Bergen unterwegs. Zu finden ist er auch bei LinkedIn und privat bei Twitter.

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